Kommunen als attraktive Arbeitgeber.

25.10.2017

von Dr. Thomas Böhle

Personalgewinnung war sehr lange absolut kein Thema im öffentlichen Dienst. Dass sich Behörden darum sorgen müssen, nicht genug Nachwuchs zu finden – das ist neu. Jahrzehntelang konnten sich die Personalverantwortlichen darauf verlassen, dass die Leute bei ihnen fast schon Schlange stehen. Normalerweise blieben sie dann auch ihr ganzes Erwerbsleben lang. Die Vorteile lagen auf der Hand: Lebenszeitverbeamtung und faktische Unkündbarkeit reichten völlig aus für einen unbeschwerten Blick in die Zukunft. Solide Perspektiven und Privilegien, ein verlässlicher Status und familiäre Prägungen taten ein Übriges. Nahezu paradiesische Zustände – für beide Seiten. Denn so konnte der Personalbedarf problemlos gedeckt werden, ohne dass sich die Kommunen besonders hätten anstrengen müssen. Wir hatten es mit einem klassischen Arbeitgebermarkt zu tun. Es genügte, in der Tagespresse oder Amtsblättern Stellen auszuschreiben und in aller Gelassenheit den Eingang einer Vielzahl von Bewerbungen abzuwarten. Wie sich jetzt zeigt, lag das aber weniger an der Strahlkraft des öffentlichen Dienstes als an günstigen gesellschaftlichen und demografischen Rahmenbedingungen.

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