Pressemeldung vom 31. Juli 2008
buchholz-fachinformationsdienst gestaltet Aktionstag für Tschernobyl-Kinder
Bexbach, 31.07.2008
Am Mittwoch, 30.7.2008 empfing der buchholz-fachinformationsdienst (kurz „bfd“) in Bexbach zum neunten Male erholungsbedürftige Kinder aus Weißrussland, aus der verstrahlten Region um Tschernobyl. Die kleinen Gäste, insgesamt 20 und ihre drei russischen Betreuerinnen wurden bei bfd bewirtet und konnten beim Spielen auf dem Firmengelände (Radfahren, Skateboard, Federball, Fußball) ihren Alltag vergessen. Alle wurden in Kooperation mit dem Homburger Sporthaus Klees auch mit neuer warmer Winterkleidung ausgestattet. Zusätzlich erhielten sie Kleiderspenden von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Hauses bfd. Die Kinder sind im „Naturfreundehaus“ in Kirkel untergebracht, wo sie bestens versorgt werden - auch Dank der Unterstützung von bfd.
Die Ursprünge dieser Initiative liegen bereits eine gewisse Zeit zurück. Vor Jahren kamen Kinder aus der Nähe von Tschernobyl zum ersten Mal ins Saarland, um sich hier einige Wochen zu erholen. Eher zufällig begegnete der bfd-Unternehmensgründer und Geschäftsführer Dieter Buchholz damals den kranken Kindern. „Es war erschütternd“, erinnert er sich. „Viele Kinder hatten noch nicht einmal eine warme Winterjacke. Da habe ich sie erst einmal mit Winterkleidung ausgerüstet“. In den folgenden Jahren entwickelte sich ein enger Kontakt zwischen dem Verein „Hoffnung für die Zukunft“, den nach Deutschland reisenden Kindern und dem saarländischen Firmenchef. Den Verein hatten weißrussische Pädagogen in Minsk gründet, um den Kindern von Tschernobyl zu helfen.
Dieter Buchholz fasst die Notsituation zusammen: „Die Kinder haben drei Probleme. Sie sind arm, vergiftet und von der Welt allein gelassen“. Mit Geld- und Sachspenden ging er Schritt für Schritt an die Problemlösung heran. Zunächst unterstützte er den Hilfsverein bei der Anschaffung eines eigenen Busses. Weitere finanzielle „Spritzen“ für den Verein sowie Sachspenden für die weißrussischen Kinder folgten. Einmal jährlich reist Dieter Buchholz auch in die Krisenregion und hilft, wo es gerade fehlt.
Der Aktionstag auf dem bfd-Firmengelände in Bexbach gehört zu den vielen Unterstützungsmaßnahmen und hat schon eine gewisse Tradition. Diese wird der buchholz-fachinformationsdienst in den nächsten Jahren weiter fortführen. Denn auch wenn die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl bereits lange zurückliegt, sind die Probleme in der Region immer noch hochaktuell. Inge Jäger, die die Aufenthalte in Kirkel organisiert, erläutert: „Die Luft ist in der betroffenen Region nicht mehr so belastet, dafür sind weiterhin Boden und Wasser sehr verschmutzt. Die Kinder leben dort, essen dort, trinken dort Wasser und sind entsprechend immungeschwächt. Der Aufenthalt hier dient deshalb vor allem der Stärkung der Abwehrkräfte.“ Entsprechend ist man auch in Zukunft auf Unterstützung und Spenden stark angewiesen.
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