100 Jahre Rechtsschutz im Steuerrecht

22.03.2019

von Dr. Anke Morsch

Die Finanzgerichtsbarkeit führt in der Regel innerhalb der Justiz – wenn sie überhaupt dort ressortiert, was ja nicht in allen Ländern der Fall ist – eher ein Exotendasein. Zu merkwürdig ist das Steuerrecht für einen „normalen“ Juristen: Da gibt es neben dem (normalen) zivilrechtlichen Eigentümer einen wirtschaftlichen, es gibt nicht nur gewerblich tätige Personengesellschaften, sondern auch gewerblich infizierte oder gar „Zebragesellschaften“, und über die Rechtsanwendung entscheiden bisweilen „Günstigerprüfungen“. Finanzrichter müssen Tatbestände in Buchungssätze umformen können und Anwendungsvorschriften beachten, deren Umfang an die des Strafgesetzbuches reichen.

Obwohl das Steuerrecht für viele Juristen „terra incognita“ ist, sind die Finanzgerichte „Jedermann-Gerichte“ par Exzellenz: Beinahe jeder Bürger erhält nämlich jährlich in der Regel gleich mehrere Steuerbescheide, bundesweit sind es schätzungsweise über 30 Millionen jedes Jahr.

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